Migration und Flucht

Best-Practice-Beispiele

Ausbildung - Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz


„Sozialpädagogische Betreuung im VAB-O der Franz-König-Schule Waiblingen

Im September 2015 wurden an der Franz-König-Schule in Waiblingen zwei VAB-O Klassen eingerichtet, ein Angebot für Flüchtlinge mit dem vorrangigen Ziel Deutsch zu lernen. Neben dem Sprach-erwerb werden die Schülerinnen und Schüler auch dabei unterstützt sich in Deutschland zurecht zu finden und Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

In zwei Klassen besuchen insgesamt 34 Schüler aus Gambia, Algerien, Syrien, Afghanistan, Irak, Kamerun, Nigeria und Thailand den Unterricht. Dabei handelt es sich vorwiegend um junge Männer.

 

Gestaltungsangebot - Psychologische Beratungsstelle Tübingen


„Colour Bridges

Colour Bridges bietet geflüchteten Frauen im Rahmen einer kunsttherapeutischen Gruppe einen verlässlichen Raum, in dem sie ihre Erfahrungen im Kreis anderer Betroffener mitteilen, eigene Ressourcen entdecken und Unterstützung bei der Anerkennung und Verarbeitung ihrer Erlebnisse erfahren.

Das non-verbale Gestaltungsangebot dient als Kommunikationsbrücke zwischen den Kulturen und den Sprachen.

Die Gruppe ist als halboffene Gruppe konzipiert, die nach jeweils 10 Sitzungen neue Mitglieder aufnehmen kann.

 

Sprachkurse - Katholische Gemeinde St. Martin, Aulendorf


„Flüchtlingen Sprache geben“

Das Projekt „Flüchtlingen Sprache geben“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Hel- ferkreis Asyl, der Katholischen Kirchen-gemeinde St. Matin in Aulendorf und der Volkshochschule Oberschwaben mit Sitz in Aulendorf durchgeführt.

Der Besuch der Kurse an der Volkshochschule ermöglichte einen praxisorientierten und kommunikativen Einstieg in die deutsche Sprache. Durch die Teilnahme an den regulären VHS-Kursen war es möglich, Flüchtlinge entsprechend ihrer individuellen Vorkenntnisse in Deutsch als Sprache zu fördern.

 

Beratung - Caritas Fils-Neckar-Alb


„Psychologische Beratung für traumatisierte Flüchtlinge“

Die Psychologische Beratungsstelle der Caritas bietet seit Oktober 2015 für trau- matisierte Flüchtlinge aus Geislingen psychologische Beratung und Therapie an. Durch dieses Angebot wird wohnortnah und niederschwellig wirksame Hilfe für von traumatischen Erlebnissen betroffene Men- schen (Erwachsene, Kinder und Jugend- liche) bereitgestellt.

Ein weiterer wichtiger Baustein dieses neuen Angebotes ist die Schulung und Fortbildung von Ehrenamtlichen, sowie von Fachkräften, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, zum Thema „Trauma“ und „Interkulturelle Kompetenz“.

 

Nothilfe - Malteser


„Feldbetten für Notunterkünfte“

Mit dem Kauf von 200 Feldbetten wird eine schnelle Nothilfe für Flüchtlinge in der Diözese möglich.

Die Feldbetten kommen in Notunterkünften zum Einsatz und werden durch ehren-amtliche Helfer des Malteser Hilfsdienstes aufgebaut.

 

 

Begleitung Ehrenamt - Caritasverband der Diözese


„Caritasdienste in der Flüchtlings-hilfe“

Das Projekt des Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart unterstützt ehrenamtliche Initiativen für Flüchtlinge aus den kirchlichen und kommunalen Gemeinden. Die Ehrenamtlichen werden durch hauptamtliche Mitarbeitenden qualifiziert und begleitet. Ein Netzwerk vor Ort zur Unterstützung der Tätigkeiten der Ehrenamtlichen wird aufgebaut. Die Dienste und Einrichtungen der Kirche sollen für das Thema "Flucht und Asyl" sensibilisiert werden.

Eine aktive Mitgestaltung der Flüchtlingshilfe in den Städten und Gemeinden ist das Ziel.

 

Integration und Teilhabe - Heilig Geist Balingen


„Asylcafé“

Begegnungsstätte zur Förderung und Inte- gration der Flüchtlinge in der Gemeinde und Kommunikation/Erfahrungsaustausch untereinander.

Insbesondere entstehen Kontakte, Bastel- angebote für Kinder, Sprachunterstützung, Unterstützung/Tipps bei Behördengängen, Erwachsenengespräche.

 

Unterstützung für Familien - Malteser


„Hilfe für schwangere Flüchtlinge“

Zehn ehrenamtliche Helferinnen betreuen Frauen, die schwanger nach Deutschland kamen und nun in Flüchtlingsunterkünften leben. Sie stehen diesen Frauen in allen Belangen der Geburtsvorbereitung und Nachsorge unterstützend zur Seite. Zu- sätzlich kümmern sie sich um die Geschwisterkinder.

Schwangere Flüchtlingsfrauen und deren Familien werden medizinisch sowie sozial betreut und integriert. Betreut werden derzeit acht Flüchtlingsunterkünfte in Stuttgart.

 

Begleitung Ehrenamt - Dekanat Ludwigsburg


„Ökumenische Fachstelle Asyl“

Seit November 2014 ist die ökumenische Fachstelle Asyl in Ludwigsburg Anlaufstelle für 52 ehrenamtliche Arbeitskreise. Caritas und Diakonie bieten Austausch, Beratung und Unterstützung an. Die Fach- stelle ist zur zentralen Schalt- und Anlauf- stelle für Ehrenamtliche geworden. Der ökumenische Charakter entsteht durch die gemeinsame Trägerschaft von Caritas und Diakonie. Das Projekt wurde beim Studientag der deutschen Bischofkonferenz 2016 im Kloster Schöntal vorgestellt.

 

Begleitung Ehrenamt - Caritasverband der Diözese


„Unterstützung des Ehrenamts“

Betreuung, Qualifizierung und das Vernetzen von ehrenamtlich Engagierten ist eine wichtige Aufgabe der hauptamtlichen Dienste.

Die caritativen Träger und Einrichtungen setzen viel Personal ein, um eine gute Begleitung und Betreuung zu ermöglichen.

 

 

Ökumene - Caritas und Diakonie


„Erster ökumenischer Fachtag“

Die Mitarbeitenden von Caritas und Diakonie an den Koordinationsstellen zur Ehrenamtsbegleitung in der Flüchtlings-arbeit trafen sich zu einem gemeinsamen Fachtag. Themenschwerpunkte waren die Auseinandersetzung mit dem biblisch-theologischen Auftrag, der Rolle und dem Beitrag der Kirchen in der Aufnahmegesellschaft. In intensiven Gesprächsrunden wurden drängende Fragen und die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit erörtert.

 

Selbsthilfegruppe - Fraueninformationszentrum FIZ


„Empowerment und Vernetzung von Flüchtlingsfrauen“

Mit der Gründung einer Gruppe von Flüchtlingsfrauen, die ein Jahr lang fachlich professionell begleitet wurde, sollen Frauen im Asylverfahren informiert und gestärkt werden. Ihre Vernetzung soll dazu beitragen, dass sie selbst langfristig auch weitere Frauen stärken.

 

 

Schulische Förderung für Flüchtlinge - IN VIA


„Projekt zur Sprach- und Lernförderung“

Viele jugendliche Flüchtlinge haben auf- grund der Situation in ihrer Heimat und durch die oft längere Flucht wenig bis gar keine Schulerfahrung. Zudem sind sie oft traumatisiert. An fünf Standorten werden jugendliche Flüchtlinge zwischen 15 und 27 Jahren vorrangig in Einzelförderung beim Erwerb der deutschen Sprache (Alpha-betisierung, Aufbau und Verbesserung der Lesefähigkeit) und vorherrschenden Lernbedarfen (Zahlenverständnis, Grundrechenarten) unterstützt. Ziel dieser ergänzenden Angebote ist die Eingliederung in Regelschule, Ausbildung und Arbeit.

 

 

Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge - Refugio Tübingen


„Psychosoziale Regionalstelle und Mobiles Team“

Die Anmeldezahlen in den Psychosozialen Zentren für traumatisierte Flüchtlinge steigen kontinuierlich an. Eine adäquate, rasche Behandlung tut Not, aber die Wartezeiten auf ein erstes Gespräch sind sehr lange. Dies ist für die Betroffenen eine unzumutbare Härte. Mit dem Projekt wird diesem Umstand entgegengesteuert. Die psychosoziale Regionalstelle von refugio in Tübingen und ein mobiles Team ist mit der Unterstützung des Zweckerfüllungsfonds eingerichtet worden.

 

Fachtag Ravensburg – Caritas Bodensee-Oberschwaben


„Fachtag für ehrenamtliche Mitarbeiter“

Immer wieder gibt es Fachtage, an welchen Ehrenamtliche sich über bestimmte Themen informieren lassen können. Mit dem Thema „Das Asylrecht in Deutschland und Trauma-tisierung von Flüchtlingen durch Kriegs- und Fluchterfahrungen“ fand z.B. am 02. Oktober 2014 ein Fachtag für ehrenamtliche Mitar-beiterinnen und Mitarbeiter in der Asylarbeit statt.

 

 

Sprechstunde für Frauen - Malteser


„Aufbau einer gynäkologischen Sprechstunde“

Flüchtlingsfrauen ohne Krankenversiche- rung in Stuttgart und Umgebung wird durch die Malteser Migranten Medizin (MMM) die Möglichkeit geboten werden, eine gynäkologische Sprechstunde aufzu- suchen. Die bereits bestehende Sprech- stunde der MMM ist durch einen Patienten- zuwachs von 42 % überfordert. In der Sprechstunde werden die Frauen von einem ehrenamtlichen Arzt und einer ehrenamtlichen Hebamme behandelt. Möglich geworden ist das Projekt durch die Stiftung Mütter in Not und den Flüchtlingshilfefonds.

 

Stadtlauf Nürtingen


„In Nürtingen läuft was“

Bereits am 3. Mai 2014 fand in Nürtingen der 19. Stadtlauf statt. Um in der Öffent-lichkeit als „Netzwerk Flüchtlingsarbeit Nürtingen“ wahrgenommen zu werden, wurde daran gedacht, dass die Flüchtlinge und ehrenamtlichen Unterstützer einheit- lich gekleidet sind. Für alle mitlaufenden Flüchtlinge und Ehrenamtliche wurden deshalb orangefarbene T-Shirts mit einem Logo angefertigt. So konnte mit der Unterstützung durch den Flüchtlingshilfefonds in der Öffentlichkeit ein deutliches Zeichen in Richtung Integration und Teilhabe gesetzt werden.

  
    

OMID - Caritasverband für Stuttgart


„Caritas-Dienste in der Flüchtlingsarbeit – OMID“

OMID ist persisch und bedeutet Hoffnung. Mit diesem Projekttitel überschreibt der Caritasverband für Stuttgart sein neues Projekt zur Unterstützung traumatisierter Flüchtlinge. Eine frühzeitige psychologische und seelsorgerische Erstversorgung traumatisierter Flüchtlinge wird direkt vor Ort in den Sammelunterkünften aufgebaut. Der Bedarf an therapeutischer Unterstüt- zung ist aufgrund der stark gestiegenen Anzahl an Flüchtlingen erheblich höher geworden. Dazu kommt, dass zum Teil unerträgliche Erlebnisse auf der Flucht zu einer weiteren Traumatisierung beitragen. Mit OMID wird schnelle und stabilisierende Hilfe möglich. OMID ist durch den Flüchtlingshilfefonds möglich geworden.

   
   

Offener Treff - Heilig Geist Ulm


„Initiierung eines Offenen Treffs des ökumenischen Freundeskreis Flüchtlinge“

Die Kirchengemeinden der Ulmer West- stadt gründeten einen Freundeskreis, der tagesstrukturierende Angebote und Freizeitaktivitäten anbieten will. Dabei werden außerdem Begegnungsmöglich- keiten zwischen Einheimischen und Flüchtlingen geschaffen.

Die Kirchengemeinde hat zur Unterstützung Mittel beim Flüchtlingshilfefonds beantragt. Mit der Unterstützung durch den Fonds ist eine Anschubfinanzierung für den neu gegründeten Kreis möglich geworden.