Telefonseelsorge

Was ist TelefonSeelsorge?

Die TelefonSeelsorge bietet Hilfe in schwierigen Lebenssituationen – im persönlichen Gespräch am Telefon und im Internet.

Die TelefonSeelsorge ist ein diakonisch-pastorales Angebot der Kirchen und wird überwiegend in ökumenischer Zusammenarbeit verwirklicht. Sie ist offen für alle Anruferinnen und Anrufer in Leid und Krisensituationen, insbesondere auch suizidaler Krisen - unabhängig von der Art der Probleme oder den persönlichen Einstellungen. Ob alt oder jung, ob evangelisch, katholisch, Angehörige einer anderen Glaubensgemeinschaft  oder ohne Kirchenzugehörigkeit – die TelefonSeelsorge ist für jeden da.

Sorgen kann man teilen.

Mit der TelefonSeelsorge. Ein Gespräch hilft in schwierigen Lebenssituationen oft weiter. Manchmal genügt es bereits, die Probleme erst einmal in Worte zu fassen. Man kann sie sich von der Seele reden und im Austausch entwickeln sich neue Perspektiven.

Die kostenlosen Servicenummern der TelefonSeelsorge lauten:

  • 0800 111 0 111
  • 0800 111 0 222

TelefonSeelsorge im Internet (für Webmail- und Chat-Kontakte) ist zu erreichen unter: www.telefonseelsorge.de.
   

Wie arbeitet die TelefonSeelsorge?

Anonym. Kompetent. Rund um die Uhr

Anonym

Das Beratungsangebot der TelefonSeelsorge schafft die nötige persönliche Nähe, um sich mit seinem Anliegen jemandem zu öffnen. Und gleichzeitig die Distanz, die manchmal nötig ist, um sich jemanden anzuvertrauen. Der Anruf bei der TelefonSeelsorge ist vertraulich und bleibt anonym.

Niemand, der anruft, wird nach seinem Namen gefragt. Jede und jeder kann anonym bleiben. Die Rufnummer der Anrufenden erscheint in keinem Display. Da das Telefonat kostenfrei ist, hinterläßt es keine Datenspur, beispielsweise auf der Telefonrechnung.

  •  Alle Mitarbeitenden unterliegen der Schweigepflicht.
  • Auch für die Arbeit der TelefonSeelsorge im Internet gilt: Anonymität, Vertraulichkeit und Datenschutz werden nach dem neuesten Stand der Technik gewährleistet.


Kompetent

Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TelefonSeelsorge werden für den Dienst am Telefon sorgfältig ausgewählt und durch hauptberufliche psychologisch-therapeutische und seelsorgliche Fachleute qualifiziert ausgebildet. Sie haben gelernt zuzuhören und offen für alle Themen zu sein. Sie erhalten eine mindestens 120-stündige Grundausbildung nach den Vorgaben einer bundesweiten Rahmenordnung und werden durch regelmäßige Fortbildung und Supervision begleitet. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter üben diese Aufgabe über lange Jahre aus und empfinden es als Bereicherung, Anruferinnen und Anrufer in ihren Problemen und Krisen beizustehen.

In Deutschland entstand die erste TelefonSeelsorge-Stelle 1956. Der Berliner Arzt, Pfarrer und Psychotherapeut Klaus Thomas veröffentlichte am 05.10.1956 eine private Telefonnummer für die "Ärztliche Lebensmüdenbetreuung". Ein Jahr später entstanden weitere TelefonSeelsorge-Stellen in Kassel und Frankfurt a. M. In den vergangenen 55 Jahren hat sich die TelefonSeelsorge zu einer bundesweiten Organisation mit mehr als 100 regionalen Stellen entwickelt, deren Gesprächsangebot alle Facetten des Lebens umfasst.

 
Rund um die Uhr

Die TelefonSeelsorge ist Tag und Nacht erreichbar, auch an Wochenenden und Feiertagen.

Mehr als zwei Millionen Gespräche werden bei der TelefonSeelsorge  bundesweit jedes Jahr geführt. Kostenfrei und rund um die Uhr. Denn Sorgen wiegen schwer und richten sich nicht nach Tages- oder Öffnungszeiten. Da ist es gut, wenn auch mitten in der Nacht jemand ein offenes Ohr hat.

   
Bildquelle: TelefonSeelsorge/M. Gloger