Projekt „Gewinnung pädagogischer Fachkräfte für katholische Kindertagesstätten in der Diözese Rottenburg-Stuttgart“

Rund 880 katholische Kindertagesstätten in der Diözese mit rund 8400 pädagogischen Fachkräften bewirken eine beachtliche Präsenz der Kirche in einem gesellschaftlich sehr bedeutsamen Handlungsfeld.

Aktuell bereitet der Mangel an pädagogischen Fachkräften jedoch Sorgen und Träger, Personalverantwortliche und Kindergartenteams stehen täglich vor großen Herausforderungen.

Um aktiv und strategisch den Herausforderungen des Fachkräftemangels zu begegnen, den Erhalt der Einrichtungen und deren Qualität zu sichern und die Träger bei der Personalgewinnung zu unterstützen hat die Diözese  im Frühsommer 2019 ein ca. einjähriges Projekt zur „Fachkräftegewinnung Kindertagesstätten“ beschlossen.

Die Federführung für das Projekt liegt bei der  Hauptabteilung VI Caritas  in Zusammenarbeit mit dem externen Projektleiter Rudolf Göser.

Im Projektleitbild heißt es:
„Mit dem Projekt will die Diözesanleitung die Kindergartenträger darin unterstützen, ihre Attraktivität als Arbeitgeber für Erzieher/-innen noch weiter zu entwickeln und deutlicher bekannt zu machen. Ausbildungsinstitute in katholischer Trägerschaft leisten einen bedeutsamen Beitrag für profilierte Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsleistungen der katholischen Kindergärten. Sie sollen ermutigt und unterstützt werden, als starke Partner für Auszubildende und für Träger zur Linderung des Fachkräftemangels in den katholischen Einrichtungen beizutragen.“

Mit einer Imagekampagne soll die Erziehungs- und Bildungsarbeit  katholischer Kindertagesstätten herausgestellt werden und dafür geworben werden, sich bei einem katholischen Träger zu bewerben. Ergänzend dazu sollen Werbematerialen in einem Baukastensystem den Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden. Zwei weitere Teilprojekte zielen auf eine mittelfristige Wirkung bei der erfolgreichen Gewinnung von Fachkräften. Im Teilprojekt „Trägerattraktivität“ geht es darum, Arbeits- und Anstellungsbedingungen so weiter zu entwickeln, dass sie für Erzieher*innen attraktiv sind und Träger darin unterstützen, bewährte Fachkräfte langfristig zu binden. Im Teilprojekt „Ausbildungsinstitute als Partner von Auszubildenden und Trägern“ sollen weitere Entwicklungschancen von katholischen Fachschulen in der Diözese erkundet und angeregt werden.

Anfang September 2019 hat das Kernteams im Projekt die inhaltliche Arbeit aufgenommen. Dabei bringen Daniela Hatzenbühler (Geislingen/Alb) und Brigitte  Riedl (Baltringen) ihre Erfahrungen als Kindertagesstättenleitung ein, Claudia Fröhlich (Aalen) die Verwaltungspraxis aus Sicht einer Kindergartenbeauftragten Verwaltung und Dr. Michael Klebl als Schulleitung im Institut für soziale Berufe  Stuttgart die Ausbildungspraxis.  Der Projektleiter verantwortet die Projektarbeit gegenüber dem Lenkungsausschuss (Ordinariatsrätin Dr. Irme Stetter-Karp, Leiterin der Hauptabteilung VI Caritas, Antonius Bero, Leiter der Abteilung Kirchengemeinden und Dekanate, Hauptabteilung XIII  und Ute Niemann-Stahl, Fachreferentin Hauptabteilung VI Caritas).

Vorgesehen ist, dass Teilergebnisse und Zwischenschritte in sogenannten Resonanzgruppen diskutiert und im Blick auf ihre Praxistauglichkeit untersucht werden und die Ergebnisse für die  praktische Arbeit von unmittelbaren Nutzen sind.